Energiesparen leicht gemacht: Hundekot bringt Stadtkyller Straßenlaternen zum Leuchten

Pünktlich zur Energiewende setzt Stadtkyll auf eine innovative und umweltfreundliche Idee: Straßenlaternen, die mit Hundehaufen betrieben werden. Die Bürgermeisterin Claudia Kettmus und ihr Team haben in Zusammenarbeit mit führenden Biotechnologieexperten eine bahnbrechende Technologie angeschafft, die nächste Woche in der Ortsmitte installiert wird.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Hundebesitzer können die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner in speziellen Papierbeuteln einsammeln und in dafür vorgesehene Behälter an den neuen Straßenlaternen werfen. Nach dem Einwurf genügt ein Dreh am Griff, um den Beutel in einen integrierten Biokomposter zu befördern. Innerhalb weniger Tage verwandelt sich der Inhalt in Biogas, welches abends die Laternen erleuchtet.

„Für zwei Stunden Licht benötigen wir nur zehn Tüten Hundekot,“ erklärt Kettmus begeistert. „So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir sorgen für saubere Straßen und sparen Energie.“ Neben dem erzeugten Licht fällt auch wertvoller Dünger an, der den Stadtkyller Gartenfreunden kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll.

Hundebesitzer werden ermutigt, die Haufen in die neue Anlage in der Ortsmitte zu bringen. Beigeordneter David Reifenrath appelliert: „Wer mitmacht, leuchtet nicht nur wortwörtlich ein Stück der Stadt aus, sondern trägt aktiv zum Klimaschutz bei.“

Mit dieser originellen Aktion hofft die Gemeinde nicht nur, das Problem des Hundekots besser in den Griff zu bekommen, sondern auch ein Vorbild für andere Städte und Dörfer zu sein.